Rauchentwicklung im Gefahrgutlager

12.09.2013 19:05 Uhr



"Rauchentwicklung im Gefahrgutlager" lautete die Meldung nach dem unerwarteten Alarm, während sich die Ortsfeuerwehren Stadtmitte und Grone zum Übungsdienst treffen wollten. Es ging zu den Göttinger Entsorgungsbetrieben (GEB), wo zwei Kameraden bereits das Übungsszenario eingerichtet hatten.

Ein Mitarbeiter der GEB hatte eine Flasche mit Chloroform fallen lassen, die dabei zerstört wurde. Während er rückwärts in einen Haufen leerer Fässer fiel, stieß er mit den Beinen die Fässer mit Ammoniak und Salzsäure um, an denen er zuvor gearbeitet hatte. Das Drama war perfekt, als die Nebelmaschine die Brandmeldeanlage auslöste und die Übung einläutete.

Die ersten eintreffenden Kräfte gingen sofort mit Körperschutzform "Eins" zur Menschenrettung vor bargen den Dummy aus seiner misslichen Lage. Nach einer Weile intensiver Betreuung wurde die verletzte Person durch den Dekonplatz an den Rettungsdienst übergeben.

Mit der beendeten Menschenrettung verzog sich allmählich auch der Nebel, sodass davon ausgegangen werden konnte, dass das Szenario sich beruhigt hatte. Der erste CSA-Trupp ging zur genauen Erkundung vor und fand die beiden Fässer mit den Flüssigkeiten und das zerborstene Glas mit Chloroform. Während der CSA-Trupp das Fass mit der Salzsäure umdrehte, um die Stoffbezeichnung abzulesen, fiel dieses zu vollständig Boden und lief aus. Hier hat man gesehen, dass die Arbeit unter dem unhandlichen CSA nicht immer so präzise wie eigentlich nötig stattfinden kann.

Das weitere Vorgehen belief sich darauf die vorhandenen Stoffe mit Wasser zu verdünnen und somit unschädlich zu machen. Neben kleineren Fehlern, wie beispielsweise der Fahrzeugaufstellung der nachrückenden Kräfte verlief die Übung sehr positiv, was auch der Konsens der zahlreichen Beobachter war.

Wir möchten an dieser Stelle noch mal unseren Dank an die GEB aussprechen, die uns tatkräftig bei der Übungsvorbereitung unterstützt haben. Weiterhin danken wir den Beobachtern, die von der Berufsfeuerwehr und den freiwilligen Feuerwehren aus Stadt und Landkreis kamen. Unterstützt wurden wir auch vom Rettungsdienst, der von der Johanniter Unfallhilfe aus Göttingen gestellt wurde und prima mitgewirkt hat. Auch hier möchten wir noch mal danken. Außerdem natürlich allen weiteren Beteiligten, die mit den Übungsvorbereitungen befasst waren.

Artikel HNA


Bilder



Blick vom Eingang auf das Szenario




umgekippte Fässer mit Ammoniak und Salzsäure




Der ungeschickte Kollege der GEB




Das kaputte Glas mit Chloroform




Der erste Trupp bei der Menschenrettung







Ankleiden der CSA-Trupps




Das Dekon-Personal rüstet sich ebenfalls aus




Der erste CSA erkundet die Lage




Der Rettungsdienst erwartet die verletzte Person - bisher sind alle Stoffe unbekannt







Ausgelaufenes Wasser aus dem Salzsäurefass




Der Dekonplatz für die Einsatzstelle


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