Einsatzübung beim Zollamt Göttingen

09.11.2005 10:40 Uhr



Am 09.11.2005 erfolgte ein nicht alltäglicher Einsatz für die Ortsfeuerwehr Stadtmitte und die Drehleiter der Uni-Feuerwache. Albert Bürmann, Sicherheitsbeauftragter des Zollamts Göttingen, hatte eine Evakuierungsübung vorbereitet. Wir trafen uns um 10 Uhr in der Unterkunft, um uns auf die Übung vorzubereiten.

Wie mit Albert Bürmann besprochen, fuhren wir mit unserem Löschgruppenfahrzeug und der Drehleiter der Uni-Feuerwache in den Bereitstellungsraum Schützenplatz.

Gegen 10.40 Uhr wurden dann die OF Stadtmitte und die Besatzung der Drehleiter telefonisch über den Übungsbeginn informiert. Auf der Anfahrt konnte man schon eine deutliche Rauchentwicklung erkennen. Die Drehleiter fuhr vom Hagenweg aus den Stellplatz vor dem Amtsgebäude und das LF 8/6 der Ortsfeuerwehr Stadtmitte über den Zollhof an. Nach erster Erkundung des Gruppenführers kam die Lagemeldung: "Rauchentwicklung im Besprechungsraum im 2. OG. Der Fluchtweg ist abgesperrt. 2 Personen eingeschlossen. Nur Rettung über die Drehleiter möglich. Kurzschluss im Keller, eine Person vermisst, weitere Lage folgt."

Der 1. Angriffstrupp erhielt den Auftrag, unter schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung mit Kleinlöschgerät ins 2. OG vorzudringen. Der Sicherungstrupp sollte - ebenfalls unter schweren Atemschutz - zur Menschenrettung mit Kübelspritze in den Keller vorgehen. Die Wasserversorgung wurde vom 600-Liter-Wassertank des Löschgruppenfahrzeuges sichergestellt. Die rauchfreien Büroräume wurden nochmals durch den Schlauchtrupp kontrolliert, um sicher zu sein, ob sich wirklich keine Personen mehr im Gebäude aufhielten. Nach kurzer Zeit meldete der 1. Angriffstrupp: "Feuer aus, Personen über Drehleiter gerettet und Querlüftung eingeleitet." Später stellte sich jedoch heraus, dass der Mülleimer durch Aschereste in Brand geraten war. Da die vermisste Person im Keller noch nicht gefunden wurde, ging der 1. Trupp zur Unterstützung in den Keller mit vor.

Als die Person ins Freie gebracht wurde, sahen die Mitarbeiter vom Zollamt, dass es sich bei der vermissten Person um eine 80 kg schwere Übungspuppe handelte. Nun war auch den Zöllnern klar, dass es sich um eine Übung handelte. Ziel der Übung war es zu überprüfen wie die Evakuierungs- und Ersthelfer reagieren, ob Rettungs- und Fluchtwege benutzt werden und ob Rauchabschlusstüren und Rauchmelder funktionieren. Im Großen und Ganzen war es eine gut gelungene realistische Einsatzübung, wo wir auch mal sehen konnten, wie schnell man doch an gewisse Grenzen stoßen kann.


Bilder



Deutlich zu sehen die Rauchentwicklung




Die Angriffstrupps der OF Stadtmitte bereiten sich auf den Innenangriff vor







Drehleiter der Uni-Feuerwache wird in Stellung gebracht
















Lockere Runde bei der Nachbesprechung der Übung


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